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Mehr Kosten durch Energieeinsparverordnung | Drucken |  E-Mail
News
Sonntag, 09. Mai 2010 um 00:00 Uhr

BERLIN. "Die im Oktober 2009 in Kraft getretene Energieeinsparverordnung (EnEV) hat das Bauen um fast zehn Prozent verteuert", resümiert Thomas Penningh, Vorsitzender des Verbands Privater Bauherren (VPB). Nach einem halben Jahr praktische Erfahrungen mit der neuen EnEV liegen nun konkrete Ergebnisse vor, die das belegen.

Die Kosten für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit knapp 120 Quadratmetern Wohnfläche und 385 Kubikmetern umbauten Raum betrugen bislang rund 175.000 Euro. Jetzt  fallen für einen freistehenden Neubau ca. 182.500 bis 191.500 Euro an. Das sind zwischen 4,3 und 9,4 Prozent mehr als noch im vergangenen Herbst.

Energieeinsparpotenziale bestehen durch moderne Heiztechnik oder durch Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Aber auch zusätzliche Wärmedämmung beim Neubau bringt Energieersparnis. Vom Energieeinsparkonzept hängt es ab, welche Kosten anfallen.

  • Dreifach verglasten Fenstern und rundum zwölf Zentimeter Wärmedämmung kosten im Vergleich zum herkömmlichen Haus ca. 16.500 € mehr, da hierfür oft knifflige Handarbeiten erforderlich sind.

  •  Massives Mauerwerk (mit 36,5 Zentimeter dicken Ziegelaußenmauern) in Kombination mit moderner Heiztechnik kostet gegenüber der EnEV heute ca. 10.000 € mehr.

  •  "Am günstigsten fährt, wer auf moderne Brennwerttechnik setzt und sein Haus mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausstattet. Ein solches Haus kostet lediglich 7.500 Euro oder 4,3 Prozent mehr als ein vergleichbares Haus nach der alten EnEV", erläutert Thomas Penningh.

"Unsere Berechnungen widersprechen damit eindeutig landläufigen Bauherrenwünschen. Die meisten Bauherren halten irrtümlich die zusätzliche Wärmedämmung für die ideale Lösung. Dabei ist das die teuerste Variante von allen", betont Bauexperte Penningh. Wer stattdessen auf Technik setzt, der kann 9.000 Euro sparen. Denken muss jeder Bauherr außerdem an die erneuerbaren Energien. Eine Solaranlage für die Warmwasserbereitung erfüllt in der Regel bereits die Anforderungen des Gesetzes. "Bei der Neubauplanung zeigt sich also in allen Details, wie wichtig die firmen- und produktneutrale Beratung im Vorfeld ist."


Pressemitteilung vom 28. April 2010 vom Verband Privater Bauherren e.V.

 

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